Tiefgarage

Stadtschloss Fulda

Ziel war es, die historisch und kulturell gewachsene Innenstadt von Fulda durch gute Erreichbarkeit für Besucher und Pendler attraktiver zu machen. Die Neuentwicklung einer modernen Tiefgarage unter dem Schlossplatz sollte die dringend benötigten, zusätzlichen Stellplätze schaffen. Der Schlossplatz bot sich als besonders gut vernetzter Knotenpunkt an, weil zum einen dort alle Buslinien aus dem Umland zusammentreffen, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit entstand, Parkraum für die Besucher der im nebenliegenden Schloss untergebrachten Stadtverwaltung bereit zu stellen. Der Innenhof des Schlosses sollte zur Nutzung für Veranstaltungen freigemacht werden. Auch für die anderen Anlieger des Schlossplatzes konnten 150 Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Die Tiefgarage wurde über 3 Ebenen errichtet und verfügt insgesamt über 300 Stellplätze. Überbaut wurde eine Grundstücksfläche von 3.151 m2 zwischen dem Stadtschloss und der Benediktinerabtei am Standort des zentralen Busbahnhofes. Der Busbahnhof wurde während der Bautätigkeiten verlagert.

Die ca. 10 m tiefe Baugrube wurde als rückverankerte Trägerbohlwand mit Spritzbeton weitgehend im Fels errichtet. Das Volumen der Baugrube betrug ca. 30.000 m3. Der Baukörper der Tiefgarage wurde in wasserundurchlässigem Stahlbeton erstellt. Dabei wurden ca. 1.000 Tonnen Betonstahl und ca. 6.000 m3 Beton eingebaut. Nach Fertigstellung der Tiefgarage wurden die Oberflächenarbeiten für den Busbahnhof in Angriff genommen.

Das Heertor aus dem 12. Jahrhundert wurde in Absprache mit der Denkmalbehörde vorübergehend an einen ca. 100 m entfernten Standort transloziert, um eine planerisch effiziente Garagenlösung ausführen zu können. Hierzu waren eingehende Untersuchungen und Wiederherstellungsmaßnahmen an der alten Bausubstanz notwendig um das 150 t schwere Denkmal zentimetergenau weg- und wieder zurück bewegen zu können.

Die intensive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadtverwaltungen, wie hier mit der Stadt Fulda, und das Erarbeiten machbarer Lösungen ist dabei tragender Bestandteil unseres Handelns. Hierzu müssen die in Betracht gezogenen Lösungswege mit den sich widersprechenden Zielkonflikten abgewogen und die für das übergeordnete Interesse bestmögliche Lösung gefunden werden. Der Interessensausgleich orientiert sich daran, dass Parken ein wesentlicher Bestandteil ist, damit Besucher der Innenstadt ihre gewünschten Tätigkeiten wahrnehmen können und die Innenstadt ihre Funktionen erfüllt.

Facts

Parkhaustyp: 3-geschossige Tiefgarage
Anzahl Stellplätze: ges. 300
Bruttogeschossfläche (BGF): ca 9.000 m2
Bruttorauminhalt (BR): 30.000 m3
Bauzeit: 2001/2003

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